Ist die Inkassoforderung berechtigt?
Ein Inkassoschreiben oder ein gerichtlicher Bescheid im Briefkasten? Beantworten Sie ein paar kurze Fragen und erhalten Sie eine Einordnung: Ist die Forderung nachvollziehbar, sind die Kosten zulässig — und läuft bereits eine gerichtliche Frist? Kostenlos, anonym, in etwa einer Minute.
Drei Schritte zur ersten Einordnung
Worauf es bei Inkasso ankommt
Erst die Hauptforderung, dann die Kosten.
Inkassokosten und Verzugszinsen können Sie nur schulden, wenn die Hauptforderung berechtigt ist und Sie sich in Verzug befinden (§§ 286, 288 BGB). Verzug tritt in der Regel erst nach Fälligkeit und Mahnung ein — oder 30 Tage nach Zugang einer Rechnung bei Verbrauchern, wenn darauf hingewiesen wurde. Ist die Hauptforderung streitig oder bereits bezahlt, entfällt regelmäßig auch die Pflicht zur Zahlung der Nebenkosten.
Gerichtliche Bescheide setzen kurze Fristen.
Wird die Forderung über das gerichtliche Mahnverfahren betrieben, ist Eile geboten:
Gegen einen Mahnbescheid können Sie binnen zwei Wochen ab Zustellung Widerspruch einlegen (§§ 692, 694 ZPO), gegen einen Vollstreckungsbescheid binnen zwei Wochen Einspruch (§ 700, § 338 ZPO). Versäumen Sie die Frist, wird der Titel rechtskräftig und vollstreckbar.
Verjährung als Einrede.
Die regelmäßige Verjährungsfrist beträgt drei Jahre und beginnt mit dem Schluss des Jahres, in dem der Anspruch entstanden ist (§§ 195, 199 BGB). Verjährte Forderungen müssen Sie nicht zahlen — die Verjährung wirkt aber nur, wenn Sie sich ausdrücklich darauf berufen (§ 214 BGB). Ein Mahnbescheid kann die Verjährung hemmen.
Fragen zum Inkasso-Check
Dieser Check ist ein automatisiertes Selbsthilfe-Werkzeug und stellt keine Rechtsberatung im Einzelfall dar (§ 2 RDG). Die Einordnung erfolgt in drei Stufen, nicht als Prozentwert. Bei einem gerichtlichen Bescheid mit laufender Frist sollten Sie sofort handeln. Eine verbindliche Prüfung kann nur durch eine Rechtsanwältin oder einen Rechtsanwalt erfolgen.