Phishing-Schaden: Welche Erstattungsargumente passen?
Bei nicht autorisierten Zahlungen ist die Erstattung der gesetzliche Regelfall. Entscheidend ist, was genau passiert ist — Eingabe von Daten, bestätigte Freigabe oder selbst ausgelöste Überweisung. Der Check ordnet Ihren Fall ein und nennt die Sofortmaßnahmen.
Drei Schritte zur Einordnung
Der Streit dreht sich um zwei Fragen
War die Zahlung autorisiert — und war das Verhalten grob fahrlässig?
Der Unterschied zwischen Dateneingabe und Freigabe.
Wer Anmeldedaten auf einer gefälschten Seite eingibt, stimmt damit keiner konkreten Überweisung zu — die anschließende Zahlung ist regelmäßig nicht autorisiert. Anders liegt es, wenn eine Freigabe für einen konkreten Zahlungsvorgang bestätigt wurde, in der Empfänger und Betrag erkennbar waren. Diese Unterscheidung entscheidet häufig den Fall.
Fragen zum Phishing-Check
Dieser Check ist ein automatisiertes Selbsthilfe-Werkzeug und stellt keine Rechtsberatung im Einzelfall dar (§ 2 RDG). Ob grobe Fahrlässigkeit vorliegt, beurteilen im Streitfall die Gerichte anhand des konkreten Ablaufs. Handeln Sie bei laufendem Schaden zuerst — sperren, melden, dokumentieren.