Ablehnungsschreiben analysieren
Notieren Sie, auf welche Norm oder Bedingung sich der Versicherer stützt und welche Tatsachen er behauptet.
- Textbausteine erkennen Sie an fehlendem Fallbezug.
- Verlangen Sie eine vollständige Begründung.
Die Versicherung lehnt ab — meist mit Textbausteinen zu Obliegenheiten oder Ausschlüssen. Beides ist rechtlich eng begrenzt. Wer die Begründung systematisch prüft, bekommt oft doch.
Ansprüche verjähren in drei Jahren ab Ende des Jahres, in dem die Leistung fällig wurde. Tragen Sie den Fälligkeitstag ein.
Notieren Sie, auf welche Norm oder Bedingung sich der Versicherer stützt und welche Tatsachen er behauptet.
Prüfen Sie, ob der behauptete Ausschluss wirklich in den Bedingungen steht und transparent formuliert ist.
Prüfen Sie, ob überhaupt eine Pflicht verletzt wurde, ob dies kausal war und ob der Versicherer gesondert auf die Folgen hingewiesen hat.
Stützt sich die Ablehnung auf Vorerkrankungen, prüfen Sie Fragestellung, Monatsfrist und die Fünf- bzw. Zehnjahresgrenze.
Verlangen Sie Auskunft über Ihre gespeicherten Daten samt interner Vermerke und Gutachten — häufig zeigt sich dort die eigentliche Begründung.
Fordern Sie die Leistung schriftlich, bezifferten und mit Frist — damit begründen Sie Verzug samt Zinsen und Kostenersatz.
Der Versicherungsombudsmann ist kostenfrei und hemmt die Verjährung; bei Streit über die Höhe hilft das Sachverständigenverfahren, sonst die Klage.